Die Fischergondeln wurden seit Bestehen der Werft (1897), für die heimischen Berufsfischer entwickelt, die diese täglich unter härtesten Bedingungen herausfordern. Heute werden sie auch zu allerlei Freizeitzwecken genutzt.
Die Ruderboote bzw. Fischergondeln werden mit Glasfaser- Polyester im Handauflegeverfahren laminiert oder aus heimischer Lärche in traditioneller Klinkerbauweise geplankt. Alle GfK-Typen sind mit intakter Innenschale, Doppelboden oder Auftrieb-Tanks unsinkbar.
Gfk-Bauweise
Typ I
Der Rumpf, sowie alle Staukästen mit Deckel und die Innenböden sind in Gfk (Glasfaser Kunststoff) mit Glasfaser, Polyestervlies und Polyesterharz im Handauflegeverfahren laminiert.
Die einzelnen Böden, Staukästen und die Aufnahmen für die Bank sind mit Klebespachtel eingeklebt und mit Glasfaser-Streifen einlaminiert und versteifen so das Boot. Die Kanten der Klinkerbauweise versteifen das Boot zusätzlich.
Die Innenböden sind auf laminierte Querlager verklebt und sind im intakten Zustand luft- und wasserdicht. Genauso wie die Aufnahmen für die Sitzbank.
Diese Luftkammern sorgen für den nötigen Auftrieb im gefluteten Zustand und somit für die Unsinbarkeit des Bootes. Die Deckel des vorderen und hinteren Staukasten sind mit Wasserablaufrinnen konstruiert und sind somit gegen Regenwasser und bedingt gegen Spritzwasser dicht. Da der mittlere Staukasten als Fischkasten konstruiert ist, ist der Deckel nur in einen Falz eingelassen. Somit läuft das Wasser in das Stauraum-Innere.
Um den mittleren Staukasten als Fischkasten zu nutzen, kann dieser geflutet werden, indem Löcher in den Boden gebohrt werden. Der obere Rohrrahmen mit dem vorderen Belegauge ist aus feuerverzinktem Stahl mit dem Rumpf vernietet und sorgt ebenfalls für Festigkeit.
Die Riemen und Sitzbank sind aus Tannenholz und Epoxyd-Harz verleimt und handgefertigt. Die Ruder-Beschläge (Dollen) sind aus nichtrostendem Stahl geschweißt. Alle Scharnier und Verschlüsse sind aus Edelstahl und/oder Aluminium und sind mit Kupfernieten, Alu-Blindnieten oder Edelstahl-Schrauben befestigt.
Die Spiegelverstärkung für den Außenbordmotor ist aus Lärchenholz mit mehreren Schrauben mit dem Spiegel verbolzt. Daran sind zwei Ringe für die Festmacherleinen verbolzt.
Typ II
Der Rumpf, sowie die komlette einteilige Innenschale mit Deckel sind in GFK (Glasfaser Kunststoff) mit Glasfaser, Polyestervlies und Polyesterharz im Handauflegeverfahren laminiert.
Die einteilige Innenschale ist mit Klebespachtel eingeklebt und mit Glasfaser-Streifen und Polyesterharz einlaminiert und versteift so das Boot. Die Kanten der Klinkerbauweise versteifen das Boot zusätzlich. Die Innenschale ist auf einlaminierte Querlager auf dem Boden verklebt und ist im intakten Zustand luft- und wasserdicht. Diese Luftkammern sorgen für den nötigen Auftrieb im gefluteten Zustand und somit für die Unsinkbarkeit des Bootes. Die Deckel der Staukästen sind mit Wasserablaufrinnen konstruiert und sind somit gegen Regenwasser und bedingt gegen Spritzwasser dicht. Um den mittleren Staukasten als Fischkasten zu nutzen, kann dieser geflutet werden, indem Löcher in den Boden gebohrt werden.
Die Oberkante bzw. das Dollbord des Bootes ist in den Bootsrumpf und in die Innenschale integriert und mit einer hochglanzpolierten Aluminium Leiste mit Edelstahl-Gewindeschrauben verschraubt. Auf dem Bug ist eine 3mm dicke Edelstahl-Platte mit einem darauf verschweißten Belegauge aus 8mm Rund-Edelstahl mit Edelstahl-Gewindeschrauben verschraubt.
Diese Konstruktion dient als Scheuerleiste und sorgt für Festigkeit.
Die Riemen und Sitzbank sind aus Tannenhoz und Epoxyd-Harz verleimt und handgefertigt. Die Ruder-Beschläge (Dollen) sind aus nichtrostendem Stahl geschweißt. Alle Scharniere und Verschlüsse sind aus Edelstahl und/oder Aluminium und sind mit Kupfernieten, Alu-Blindnieten oder Edelstahl-Schrauben befestigt.
Die Spiegelverstärkung für den Außenbordmotor ist aus Lärchenholz mit mehreren Schrauben mit dem Spiegel verbolzt. Daran sind zwei Ringe für die Festmacherleinen verbolzt.
Typ III
Der Rumpf und der einteilige Doppelboden sind in GFK (Glasfaser Kunststoff) mit Glasfaser, Polyestervlies und Polyesterharz im Handauflegeverfahren laminiert. Der Boden und die Borwände werden mit einem Spantausbau aus Gfk mit Holz-Kern ausgesteift. Der Doppelboden wird auf den Spantausbau verklebt und mit Glasfaser-Streifen und Polyesterharz einlaminiert und ist im intakten Zustand luft- und wasserdicht.Diese Luftkammer sorgt für den nötigen Auftrieb im gefluteten Zustand und somit für die Unsinbarkeit des Bootes. Außerdem befindet sich der Boden über der Wasserlinie und ist somit selbstlenzend.
Der obere Rohrrahmen mit dem vorderen Belegauge ist aus feuerverzinktem Stahl mit dem Rumpf vernietet und sorgt für Festigkeit. Die Sitzbänke sind aus Tannenholz.
Die Spiegelverstärkung für den Außenbordmotor ist aus Lärchenholz mit mehreren Schrauben mit dem Spiegel verbolzt. Daran sind zwei Beleg-Ringe verbolzt. Ein individueller Ausbau mit Staukästen und Fischkasten aus Sperrholz und Steuerstand ist möglich.
Typ IV
Das Fischerboot / Außenbordmotorboot Typ IV ist ein vorne aufgekimmtes Flachbodenboot für die Motorisierung mit Außenbordmotor am Spiegel. Durch die Bauweise mit drei getrennten wasserdichten Luftkammern ( zwei Seitentanks ein Doppelboden vorne) ist das Boot mit intakten Luftkammern und vorgegebener Beladezustand unsinkbar. Auch in geflutetem Zustand kann es die aufrechte stabile Schwimmlage bis zu einem gewissen Seegang und ausgeglichenen Beladezustand halten.
Rumpf und Innenschale mit Boden und Staukästen:
Der Rumpf, sowie die komlette Innenschale mit Deckel sind in GFK (Glasfaser Kunststoff) mit Glasfaser, Polyestervlies (MATLINE) und Polyesterharz im Handauflegeverfahren laminiert.
Die Innenschale mit vorderem und hinterem Staukasten, Seiten-Auftriebtanks und vorderer Doppelboden, ist mit Klebespachtel eingeklebt und mit Glasfasermatten und Polyesterharz einlaminiert und versteifen so das Boot. Die Innenschale ist auf dem Boden vollflächig verklebt.
Die Kante der Klinkerbauweise versteifen den Rumpf zusätzlich.
Die Seitentanks und der vordere Doppelboden sind im intakten Zustand luft- und wasserdicht. Diese Luftkammern sorgen für den nötigen Auftrieb im gefluteten Zustand und somit für die Unsinkbarkeit des Bootes.
Die Deckel der Staukästen sind mit Wasserablaufrinnen konstruiert und sind somit gegen Regenwasser und bedingt gegen Spritzwasser dicht.
Weitere Staukästen können auf den Boden mit Winkellaminaten einlaminiert werden. Diese können auch als Fischkasten genutzt werden indem Löcher durch den Boden gebohrt und die Kästen so mit Wasser geflutet werden.
In den Seitentanks ist jeweils ein 16mm PVC Leer-Rohr einlaminiert.
Darin können Elektrokabel oder Kraftstoffleitungen verlegt werden.
Oberkante/Scheuerleiste/Dollbord:
Der obere Rand ist mit einem, mit Edelstahl-Gewindeschrauben und -Muttern, und Edelstahl-Blindnieten befestigten, gekanteten 2mm Edelstahl U-Profil überdeckt und dient als Scheuerleiste.
Der Bugbeschlag ist aus einem gekanteten 3mm Edelstahl Blech mit verbolztem Augbügel gefertigt und ebenfalls verschraubt und vernietet.
Die Ruderbeschläge sind aus Edelstahl geschweißt.
Holz-Bauweise
Die traditionellen Formen der Typen I und II können in beliebiger Länge und Breite traditionell in Lärche auf Sperrholzboden geplankt und mit eingebogen Akazien-Spanten ausgesteift werden.
Durch den Sperrholzboden sind auch diese Boote immer dicht und müssen nicht nach dem Einwassern zuerst qellen.
Die Riemen werden aus Tannenholz mit Epoxyd-Harz verleimt und in Handarbeit ausgehobelt.
Die Ruder-Beschläge (Dollen) sind aus nichtrostendem Stahl geschweißt.
Die Oberflächen können mit Epoxydharz grundiert und hochglanz lackiert werden oder offenporig behandelt werden.
| Technische Daten | Typ I | Typ II | Typ III | Typ IV |
| Länge ü.A. | 6,40m | 5,00m | 6,40m | 5,75m |
| Breite ü.A. | 1,50m | 1,35m | 1,60m | 1,50m |
| Gewicht ca. | 230 kg | 135 kg | 400 kg | 315 kg |
| Max. Motorleistung | 10 PS | 8 PS | 45 PS | 25 PS |
| Max. Besatzung | 4 Pers. | 3 Pers. | 8 Pers. | 6 Pers. |







I. Beck & Söhne
Yacht- und Bootswerft
am Bodensee
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